Irland Rundreise: Eine Woche mit dem Auto durch den Süden Irlands

Irland Rundreise: Eine Woche mit dem Auto durch den Süden Irlands

In diesem Artikel geben wir dir einen Überblick über unsere Irland Rundreise. Du erfährst welche Route wir genommen haben und welche Sehenswürdigkeiten wir besucht haben. Zum Schluss geben wir dir noch einen Überblick über die Kosten für eine Irland Rundreise zu zweit.

Vorab möchten wir sagen: Eine Woche ist eigentlich viel zu kurz um Irland in vollen Zügen genießen zu können. Aber da die jährliche Anzahl an Urlaubstagen begrenzt ist, mussten wir uns damit zufrieden geben. Wer mehr Zeit zur Verfügung hat, dem legen wir ans Herz, sich mehr Zeit vor Ort zu nehmen.

Egal ob ihr nun mehr Zeit habt oder auch nur eine Woche, die Route, die wir gewählt haben ist in einer Woche gut machbar, lässt sich aber auch wunderbar erweitern. Diese Irland Rundreise ist also die perfekte Basis um euren eigenen Roadtrip zu planen. Stellt euch darauf ein, je kürzer eure Irland Rundreise ist, desto mehr Zeit werdet ihr im Auto verbringen (im Vergleich zur gesamten Reisezeit).

Zugegeben, es gibt bessere Reisezeiten als Anfang November; aber durch die Lage am Atlantik ist es in Irland auch in den Wintermonaten verhältnismäßig mild. Wir hatten gutes Wetter mit nicht all zu viel Regen und durch die ungewöhnliche Reisezeit hatten wir den Vorteil viele Attraktionen quasi für uns alleine zu haben.

Tipp: Vor Reiseantritt haben wir uns einige Hörbücher runtergeladen um die lange Zeit im Auto etwas kurzweiliger zu gestalten.

Hinweis: Wir empfehlen ein kleines Mietauto und Offlinekarten.
Die Straßen in Irland sind teilweise sehr schmal, daher kommt man mit einem kleineren Auto besser zurecht und man spart gleichzeitig Geld. Die Offlinekarten empfehlen wir, da es sehr viele kleine Sträßchen, Wege und Abzweigungen gibt. Durch das neue EU-Datenroaming Gesetz sehen wir es nicht mehr als unbedingt notwendig an, aber es sei gesagt, dass das Internet nicht überall gleich gut ist.

Das war unsere Route:

November 2017

Mit nur einer Woche Zeit für unsere Rundreise, haben wir uns dazu entschieden in Dublin dieses Mal keinen längeren Aufenthalt zu machen und direkt mit dem Roadtrip zu starten. Wir sind uns aber sicher, dass wir Dublin nochmal einen längeren Besuch abstatten werden. Da wir aber erst spät abends in Dublin angekommen sind, haben wir trotzdem eine Nacht hier verbracht. 

Das war übrigens die einzige Nacht, die wir im Voraus gebucht hatten. Alle anderen Übernachtungsmöglichkeiten haben wir uns erst vor Ort gesucht.

Hinweis: Achtet darauf, dass euer Kreditkartenlimit ausreichen hoch ist. Auch wenn der Mietwagen an sich das Limit längst nicht ausschöpft, muss meist eine Kaution hinterlegt werden, die das Limit durchaus sprengen kann. Dabei muss die Kaution auf dieselbe Kreditkarte wie alle anderen Kosten des Mietwagens gebucht werden, welche nur auf den eingetragenen Fahrer des Mietwagens laufen muss. Dies hätte uns beinahe unsere Irland Rundreise zu einer Woche Dublin verwandelt 😉

Am nächsten Morgen haben wir unseren Mietwagen abgeholt und (nach einigem Hin und Her wegen des Kreditkartenlimits) ging die Fahrt dann los. Die ersten paar Meter auf der linken Straßenseite waren etwas ungewohnt. Da Simon aber bereits ein Jahr in Australien gelebt hat und dort auch viel gefahren ist, hat die Eingewöhnung an den Linksverkehr super funktioniert.

Als erstes Ziel wollten wir möglichst schnell an die Westküste Irlands, um dort die tollen Landschaften und Aussichten entlang des Wild Atlantik Way zu sehen. Auf dem Weg dorthin kamen wir an der Tullamore Dew Destillerie vorbei. Und weil vorallem Simon gerne mal einen Whiskey trinkt, mussten wir die Gelegenheit nutzen, diese Destillerie anzuschauen.

Von dort ging es im Anschluss dann weiter nach Galway, wo wir ursprünglich unsere zweite Nacht verbringen wollten. Da wir schneller als gedacht voran gekommen sind, konnten wir direkt noch ein Stück weiter nördlich fahren. Dort wollten wir am nächsten Morgen ein paar Stunden im Connemara National Park wandern und dann entlang der Sky Road die Küstenstraße  abfahren.

Übernachtet haben wir dann in einem B&B in Clifden und  dort waren wir auch das erste Mal im Pub, wie übrigens dann jeden Abend 😉

Tag 2 unserer Irland Rundreise - Connemara National Park und die Cliffs of Moher

Nach einem wunderbaren, frisch zubereiteten Frühstück im B&B ging es direkt auf die Sky Road. Hier kann man sich zwischen der Lower und der Upper Sky Road entscheiden, beides ist als Rundweg konzipiert. Wir haben die Lower Sky Road gewählt; sie ist zwar kurz, aber trotzdem sehr sehenswert und sollte nicht ausgelassen werden.

Von dort ging es auf unserer Irland Rundreise weiter in den Connemara National Park. Dort gibt es drei Rundwege, die alle sehr gut begehbar und nicht allzu lang sind. Der Längste führt mit 3,7 km Länge auf den Gipfel des Dimond Hill. Bei gutem Wetter hat man vom Gipfel aus eine tolle Aussichten in alle Richtungen. Wir hatten mit dem Wetter weniger Glück, denn je höher wir kamen, desto stärker wurde der Wind und Nebel. Als wir nach knapp einer Stunde wieder am Auto ankamen, waren wir völlig durchnässt. Zum Glück hatten wir wenigstens unsere Regenjacken dabei, so waren wir am Ende nicht komplett durchweicht. Nachdem wir uns in trockene Sachen geworfen hatten, ging es weiter  Richtung Cliffs of Moher. 

Ab Galway fuhren wir wieder an der Küste entlang dem Wild Atlantic Way. Unterwegs haben wir natürlich immer wieder angehalten und an verschiedenen Stellen die Aussicht  angeschaut. 

Gegen 17 Uhr kamen wir dann bei den Cliffs of Moher an. Dort sind wir allerdings nicht zum offiziellen Visitor Center, sondern noch ein kleines Stück weiter auf einen kleinen privaten Parkplatz gefahren. 

Hier konnten wir die imposanten Klippen fast alleine genießen. Wir hatten auf einen unvergesslichen Sonnenuntergang gehofft, jedoch war es leider, wie so oft, ziemlich bewölkt. So hatten wir nur kurz ein kleines Fenster in den Wolken, durch welches wir den Sonnenuntergang erleben konnten. Die Klippen waren unfassbar beeindruckend – hier lohnt sich die Fahrt auf jeden Fall.

Um am nächsten Morgen einen guten Ausgangspunkt zu haben, sind wir noch ein paar Kilometer bis Kilkee gefahren. Dort haben wir uns erneut ein B&B zum Übernachten gesucht und den Tag in einem urigen irischen Pub beendet.

Tag 3 unserer Irland Rundreise - Blennerville Windmill und Dingle Halbinsel

Am nächsten Morgen haben wir mit der Fähre von Killimer nach Tarbert übergesetzt, hier der Fährenplan. So konnten wir uns den Weg über Limerick sparen und direkt weiter am Wild Atlantic Way Richtung Dingle Halbinsel.

Ein echtes Highlight auf dem Weg war die Blennerville Windmill. Sie ist noch voll funktionsfähig und für wenige Euro bekommt ihr eine tolle Führung durch die Mühle. Von dort ging es dann weiter auf die Dingle Halbinsel. Dort haben wir uns viel Zeit gelassen, was sich auch durchaus gelohnt hat. Die Halbinsel bietet viele herrliche Aussichtspunkte und Strände die zum Verweilen einladen.

Übernachtet haben wir an diesem Tag in Milltown, wo man uns empfohlen hat, noch ins Pub über die Straße auf ein paar Getränke zu gehen. Dort treffen sich jeden Mittwochabend die Einheimischen zum Musizieren. Das Schöne daran: jeder der Lust hat, kann sein Instrument mitbringen und dann improvisieren alle gemeinsam. Das Ganze war nicht für die Pubgäste, sonder einfach nur für eine tolle gemeinsame Zeit. Es hat richtig Spaß gemacht zuzuhören und war ein irisches Erlebnis, der besonderen Art. 

Tag 4 unserer Irland Rundreise - Ring of Kerry

Der Ring of Kerry war ein weiteres Highlight unserer Irland Rundreise auf dem Wild Atlantic Way. Hier lohnt es sich auf jeden Fall einen ganzen Tag einzuplanen.

Hinweis: Der Wild Atlantic Way ist mit über 2.600 km Länge eine der längsten ausgewiesenen Küstenstraßen der Welt.

Speziell für diesen Teil des Roadtrips hat es sich definitiv gelohnt, ein kleines Mietauto zu haben. Die Straßen sind hier extrem schmal, meist gerade genug für ein kleines Auto, aber die Fahrt lohnt sich.

Es bieten einem spektakuläre Blicke in die Dingle Bay und die einzigartige Küstenstraße ist es in jedem Fall wert einen ganzen Tag befahren zu werden. Wir haben nach Belieben spontan verschiedene Abzweigungen genommen. Auch kulinarisch gibt es hier einiges zu bieten, die Fischgerichte kann man definitv empfehlen.

Tag 5 unserer Irland Rundreise - Ring of Beara, Mizen Head und Cork

Auch der Ring of Beara ist voller erstaunlicher Ausblicke. Hier bieten sich wieder unvergessliche Anblicke auf die Kenmare Bay und die Bantry Bay

Auf dem Weg nach Cork haben wir noch einen Abstecher zum Mizen Head gemacht. Mizen Head ist der südlichste Punkt der irischen Hauptinsel. Hier zeigt sich einmal mehr die raue Küste der Atlantik Insel. 

Von dort ging es für uns auf direktem Weg weiter nach Cork. Hier sind wir noch ein paar Stunden durch die Stadt geschlendert, bevor wir mit Freunden ins Pub gegangen sind und einen tollen Abend verbracht haben.

Tag 6 unserer Irland Rundreise - Rock of Cashel und Kilkenny

Nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir zum Rock of Cashel. Die gut erhaltene Ruine lässt sich auch mit einer interessanten Führung super erkunden. Allerdings haben wir uns nach einer Weile von der Gruppe abgeseilt und die Ruine auf eigene Faust erkundet. 

Danach ging es weiter nach Kilkenny. Hier haben wir noch ein bisschen die Stadt erkundet, nachdem wir uns ein Nachtquartier gesucht haben. Der allabendliche Pubbesuch durfte natürlich auch an unserem letzten Abend in Irland nicht fehlen.

Tag 7 unserer Irland Rundreise - Abreise aus Dublin

Am letzten Tag unserer Irland Rundreise konnten wir nicht mehr all zu viel unternehmen. Auf der Rückfahrt nach Dublin haben wir noch einige Male angehalten, um verschiedene Aussichtspunkte zu genießen und die Landschaft in uns aufzusaugen. Am frühen Nachmittag haben wir unseren Mietwagen abgegeben, bevor wir dann am frühen Abend wieder nach Hause geflogen sind.

Abschlussworte:
Die Reise hat sich mehr als gelohnt. Es waren viele unvergessliche Eindrücke und tolle Blicke auf die und von den zerklüfteten Küsten Irlands. Besonders angetan haben es uns die grünen Landschaften, die süßen B&Bs mit ihren herzlichen Betreibern und leckeren irischen Frühstück, die irische Musik, das Essen und natürlich die Pubs.

Das nächste Mal wenn es nach Irland geht, planen wir definitiv mehr Zeit ein. Vermutlich werden wir uns dann etwas mehr auf den Norden Irlands konzentrieren, aber wer weiß, denn es gibt noch so viel zu entdecken…

Und wie waren die Kosten für die Irland Rundreise?

Mit welchem Budget du etwa für eine Woche Irland Rundreise planen musst, siehst du in unserer kleinen Kostenübersicht. Die Kostenaufstellung bezieht sich auf eine Reise zu zweit und soll dir als grobe Richtlinie dienen, mit welchen Kosten du rechnen musst.

Hinweis: wir waren im November 2017, also in der Offseason unterwegs. Zur Hochsaison können die Preise natürlich abweichen. Außerdem können sich die Kosten für Unterkunft, Mietwagen und Flüge mittlerweile natürlich geändert haben.

Wir wünschen dir ganz viel Spaß auf deinem individuellen Roadtrip durch Irland! 

Wie hat dir der Artikel gefallen? Was gefällt dir besonders an Irland und was kannst du noch weiterempfehlen? Wir freuen uns auf deinen Kommentar!

2 Gedanken zu „Irland Rundreise: Eine Woche mit dem Auto durch den Süden Irlands“

  1. Wie Cool! Irland würde mich auch total reizen! Euer Guide liest sich echt schön, jetzt kann ich mir auch besser ein Bild davon machen, wie man so eine Rundreise am besten Planen kann.
    LG Silvia

    • Hallo Silvia,
      freut uns, wenn wir dich inspirieren konnten! Irland hat uns auch total fasziniert, wir werden auf jeden Fall noch einmal dort hinreisen. Wir würden uns freuen, wenn du deine Erfahrungen dann hier mit uns teilst 🙂
      LG Lisa und Simon

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