Nachhaltig leben – 10 einfache Dinge, die jeder in seinen Alltag integrieren kann

Nachhaltig leben – 10 einfache Dinge, die jeder in seinen Alltag integrieren kann

Nachhaltig leben, was ist das eigentlich? Warum sollte ich überhaupt nachhaltiger leben? Und was kann ich tun, um mein Leben nachhaltiger zu gestalten?

Zum Thema nachhaltig leben stellen sich diese Fragen – und viele weitere – immer wieder. Genau darüber machen wir uns seit einiger Zeit sehr viele Gedanken und versuchen unseren Alltag nach und nach immer nachhaltiger zu gestalten. 

Wie wir das machen und was auch ihr sofort in euren Alltag integrieren könnt, wollen wir euch in diesem Artikel zeigen. Hier findet ihr jede Menge Tipps und Beispiele für den Alltag; und das Beste daran ist, bei einigen Punkten könnt ihr auch noch richtig Geld sparen!

Natürlich wird nicht jeder alles umsetzen können oder wollen, aber jeder Beitrag, ist er auch noch so klein, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Also worauf wartet ihr noch?

Ganz einfach ausgedrückt ist eine nachhaltigere Lebensweise eine, in der wir auf unsere Umwelt, die Natur, aber auch auf die Erzeuger verschiedenster Produkte Rücksicht nehmen. Dabei geht es darum die Umwelt zu schützen um diese den nachfolgenden Generationen zu erhalten. Im Endeffekt geht es darum die Umweltverschmutzung in jeglicher Form so weit wie möglich zu reduzieren.

In unseren Augen muss ein nachhaltiger Lebensstil in erster Linie Spaß machen und leicht in den Alltag integrierbar sein. Ist er das nicht, war´s das ganz schnell wieder; und sind wir ehrlich, damit ist keinem geholfen.

Genau deshalb ist nach unserer Auffassung der zwanghafte Verzicht auf Konsum und die damit einhergehende Selbstgeiselung der falsche Weg. Viel mehr wollen wir das Bewusstsein für verantwortungsvollen Konsum stärken.

Das ist natürlich kein Freifahrtschein nach dem Motto: „Hurra, ich kaufe nur noch nachhaltige und faire Produkte, jetzt kann ich unendlich viel konsumieren!“ 

Es bedeutet, dass Konsum in Ordnung ist, wenn er bewusst, verantwortungsvoll und in Maßen und nicht in Massen passiert. Denn wir leben nun mal in einer Konsumgesellschaft und das Thema Nachhaltigkeit muss für alle interessant und umsetzbar werden!

Und was habe ich als einzelner davon nachhaltig zu leben? Die Produkte sind doch alle viel teurer als herkömmliche Produkte, oder?

Wir sind der Meinung, dass ein nachhaltiger Lebensstil nicht unbedingt teurer ist. Im Gegenteil, man kann an vielen Ecken und Enden sparen und tut ganz nebenbei noch was für seine Gesundheit! Die Frage, wie man nachhaltig leben kann ohne viel Geld, stellt sich für uns also nur bedingt.

Und das alles kommt natürlich nicht nur uns selbst, sondern vor allem unseren Kindern und Enkelkindern zugute, denn die haben dann in Zukunft auch noch einen tollen Planeten auf dem sie leben können.

1. Fahrt Fahrrad und spart euch den Sprit

Fahrradfahren ist gesund! Ihr seid an der frischen Luft, ihr bewegt euch und stärkt dadurch Kondition und Immunsystem. Dazu kommt, dass ihr euch durchs Fahrradfahren auch noch jede Menge Geld sparen könnt. 

1.1 Geld sparen durch Fahrradfahren

Dazu eine kleine Beispielrechnung:

Laut einer Erhebung von Statista, die zwischen 2014 und 2018 stattgefunden hat, gab es in der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren rund 4,15 Millionen Personen, die pro Jahr ehr als 20.000 Kilometer mit dem eigenen PKW gefahren sind. (Die Statistik findet ihr hier.)

Wir gehen für das Beispiel von einem durchschnittlichen Verbrauch von 8 Liter Benzin und 6 Liter Diesel pro 100 km aus. 

Weiter veranschlagen wir einen durchschnittlichen Preis von 135,7ct je Liter Benzin (Durchschnittlicher Benzinpreis stand März 2019 laut Statista) und 124,3ct je Liter Diesel (Durchschnittlicher Dieselpreis stand März 2019 laut Statista).

Damit ergeben sich monatliche Kosten (nur für Sprit!) von rund 180€ bei einem Benziner und rund 125€ bei einem Dieselfahrzeug!

Allein durch das Halbieren der Fahrleistung würden sich so rund 1080€ bei einem Benziner und 750€ bei einem Diesel jährlich einsparen lassen.

Wir besitzen zum Beispiel gar kein Auto, so sparen wir zusätzlich zu den Spritkosten auch noch die Versicherung, die Wartung und einen Stellplatz.

Eine Alternative zum Auto ist in vielen (Groß-)Städten der öffentliche Nahverkehr, der im Vergleich zum eigenen Auto auf jeden Fall günstiger ist.

Wir haben uns aber uns dazu entschieden den Arbeitsweg (und auch alles andere) vollständig, also bei jedem Wetter – und ja auch im Winter – mit dem Fahrrad zu fahren. So sparen wir uns auch die Kosten für die Öffentlichen, was in unserem Fall in Nürnberg rund 740€ im Jahr sind.

Da ist die Fahrradausrüstung schnell wieder rein geholt!

1.2 Weitere Vorteile vom Fahrradfahren

Ein weiterer Pluspunkt fürs Fahrrad, man steht nicht im Stau. Das Gefühl ist echt super, wenn man zur Rushhour an den ganzen stehenden Autos einfach vorbei fährt. 

Wir sind in Nürnberg auf unserem Arbeitsweg (ca. 6km) übrigens so gut wie immer schneller als die Öffentlichen oder das Auto.

Dazu kommt weniger Stress, ich meine wer stellt sich schon gerne in den Stau und bleibt dabei auch noch ruhig. Und nicht zu vergessen, weniger und vor allem weniger schwere Unfälle durch weniger Verkehr.

Zu guter Letzt wäre da noch das Thema mit der Luftverschmutzung, was uns auch wieder zurück zur Nachhaltigkeit bringt. Überall wird über Emissionsgenzwerte, und wie diese am besten eingehalten werden können, diskutiert.

Fahrt doch einfach Fahrrad! 

Damit ist das Thema erledigt und die Luft wird automatisch sauberer. Und für alle die einen Arbeitsweg unter 10km haben sollte dies nun wirklich kein Problem sein.

Hinweis: ein Liter Benzin stößt bei der Verbrennung etwa 2,33kg CO2 aus. Bei Diesel sind es sogar etwa 2,64kg (Quelle: Spritmonitor). Wie das geht? Die Verbrennung von Kraftstoff ist ein chemischer Prozess, an dem neben dem Treibstoff auch Luft beteiligt ist. Die Fehlende Masse im Treibstoff wird aus der Luft hinzugefügt. Dadurch ist die Masse des ausgestoßenen CO2 tatsächlich größer als die eigentliche Menge an verbranntem Treibstoff.

2. Wählt einen grünen Energielieferanten

Warum ist das wichtig? Nun lasst es mich so ausdrücken: 

Der durchschnittliche Kohlendioxid Ausstoß je kWh betrug im Jahr 2017 geschätzt 537g (UBA). Bei einem Verbrauch von ca. 4000kWh/a (Bundesdurchschnitt für einen 4 Personenhaushalt, die Quelle findet ihr hier) sind das bereits rund 2,2 Tonnen CO2 im Jahr.

Dazu kommt bei Kernenergie der radioaktive Müll, der „entsorgt“ werden muss.

Beides Faktoren, die ganz klar für einen grünen Stromanbieter sprechen.

Daher sollte in einem nachhaltigen Leben ein entsprechender Energielieferant auf keinen Fall fehlen. Wir sind beispielsweise bei LichtBlick, sie sind vielfach von verschiedensten Institutionen für Nachhaltigkeit und Fairness ausgezeichnet. 

Was uns an LichtBlick besonders gut gefällt ist, dass sie ausschließlich Strom aus regenerativen Energiequellen produzieren und somit weder CO2 ausstoßen, noch radioaktiven Müll produzieren. Das nenne ich mal wirklich nachhaltig.

Darüber hinaus setzt sich LichtBlick auch für den Erhalt der Regenwälder in Südamerika ein und fördert tolle Projekte in Afrika.

LichtBlick steht für Nachhaltigkeit und Fairness, deshalb sind alle Tarife monatlich kündbar. So könnt ihr immer genau so lange bleiben wie es euch dort noch gefällt.

Spar Tipp: bis 31. März gibt es für Neukunden ein Startguthaben von 50€.

3. Ändert euer Kaufverhalten beim täglichen Konsum

Nachhaltig leben ist nicht immer einfach, vor allem nicht beim Einkaufen. Und trotzdem gibt es einige Dinge die jeder umsetzen kann, eines davon ist zum Beispiel, nachhaltig leben ohne Plastik oder zumindest mit weniger Plastik.

Was schon eine sehr gute Entwicklung ist, die Plastiktüten an den Kassen sind mittlerweile wohl zu echten Ladenhütern geworden und viele Supermärkte bieten bereits gar keine Plastiktüten mehr an.

Die kleinen Plastiktüten beim Obst und Gemüse hingegen werden nach wie vor leider viel zu oft benutzt und zuhause direkt wieder weg geschmissen.

3.1 Vermeidet Einwegverpackung - bringt eure eigene Verpackung mit!

Noch eben schnell ein bisschen Obst und Gemüse mitnehmen. Und alles am besten einzeln in Plastik einpacken, es könnte sich ja sonst in der Tasche berühren. Etwas Käse brauche ich auch noch, ach ja und die Wurst darf auch nicht fehlen. Wieder alles einzeln in Folienpapier verpackt und anschließend noch mal in die Plastiktüte. An der Kasse dann noch schnell für 0,10€ eine Tüte zum Tragen mitnehmen und dann ab nach Hause.

So sieht bei vielen der schnelle Einkauf auf dem Nachhauseweg aus. Ein nachhaltiger Lebensstil ist das allerdings nicht, und es geht auch anders.

Wir versuchen unsere Einkäufe immer so gut es geht zu planen. Das fordert zwar etwas Disziplin, aber wenn man sich erst mal dran gewöhnt hat geht es richtig gut.

Obst und Gemüse

Die Plastiktüte beim Obst und Gemüse ist unserer Ansicht nach mehr als überflüssig. Wer das Obst und Gemüse nicht lose in seine Tasche packen will, kann sich dafür Stoffbeutel besorgen. Diese sind im Onlinehandel oder auch in den meisten Bioläden oder mittlerweile auch in einigen Supermarktketten erhältlich.

Käse und Wurst

An der Käsetheke muss auch nicht alles in Plastik verpackt werden. Hierfür haben wir das sogenannte Bee’s Wrap. Einfach mitbringen auf die Theke legen, den Käse drauf legen lassen und selber einpacken. Den Zettel für die Kasse lassen wir uns so geben.

Wurst und Fleischwaren kaufen wir, wenn überhaupt, nur beim Metzger unseres Vertrauens. Dort können wir unsere eigenen Boxen mitbringen und so unsere Einkäufe komplett verpackungsfrei tätigen.

Noch nachhaltiger wäre es natürlich, vollständig auf Fleisch, oder besser noch auf tierische Produkte zu verzichten. Aber wenn man darauf achtet, nur wenig Fleisch und wenn dann nur qualitativ hochwertiges, regionales Fleisch zu kaufen, ist das auch schon ein sehr guter Anfang.

Kaffee

Lasst bitte die Finger von diesen Kaffeekapseln, sie produzieren nicht nur unfassbar viel Müll, sondern sind auch noch extrem teuer. Der Kilopreis bei Nespresso liegt teilweise über 75€! Und selbst die günstigeren alternativen liegen meist bei über 30€ je Kilogramm.

Im Vergleich dazu bekommt ihr guten, fair gehandelten und biologisch angebauten Kaffee schon ab ca. 15€.

Wir benutzen zum Beispiel einen Bialetti-Espressokocher, mahlen unseren Kaffee dafür immer frisch und sind damit sehr zufrieden.

Hinweis: in vielen Städten gibt es mittlerweile ein Pfandsystem für Coffe-To-Go Becher. RECUP ist in Deutschland zum Beispiel schon sehr weit verbreitet und auch CUPFORCUP wird immer populärer. Oder ihr nehmt einfach euren eigenen Becher mit und lasst euch den Kaffee dort einfüllen. Damit tragt ihr weiter zur Reduktion von Müll bei uns gestaltet euer Leben noch etwas nachhaltiger.

Brot und andere Lebensmittel

Selbst beim Bäcker versuchen wir das Papier zu vermeiden. Papier ist zwar lange nicht so schädlich wie Plastik, allein schon weil es gut abbaubar ist, muss aber trotzdem hergestellt werden. Daher haben wir einen Stoffbeutel, der nur für Brot und ähnliches verwendet wird.

Darüber hinaus gibt es mittlerweile in immer mehr Städten, komplett verpackungsfreie Läden. In Nürnberg ist das zum Beispiel der ZeroHero. Hier gibt es alle möglichen Lebensmittel und Haushaltsprodukte zum selber abfüllen.

Im Großen und Ganzen ist es unserer Meinung nach wichtig Verpackung zu sparen wo es nur geht. Dass das nicht immer ganz einfach ist, ist uns bewusst, aber jede noch so kleine Veränderung ist ein wichtiger Beitrag und ein weiterer Schritt in ein nachhaltiges Leben.

3.2 Kauft regional und Saisonal

Nicht alles Obst und Gemüse wächst bei uns und vor allem wächst es nicht das ganze Jahr. Trotzdem bekommen wir die meisten Obst und Gemüsesorten das ganze Jahr im Supermarkt.

Besonders nachhaltig ist das allerdings nicht, denn diese Produkte werden meist sehr weite Wege transportiert oder in beheizten Gewächshäusern gezogen. Dass diese Produkte keine besonders gute Ökobilanz haben, liegt auf der Hand.

Deshalb ist es für einen nachhaltigen Lebensstil wichtig regional und saisonal einzukaufen und zu essen. Regional um Transportwege zu vermeiden und saisonal um nicht unnötige Energie zur Beheizung von Gewächshäusern zu verschwenden. 

Wenn man sich ein wenig damit beschäftigt lassen sich auch im Winter, mit regionalen und saisonalen Produkten echt leckere und nachhaltige Gerichte zaubern.

Bei deutsches-obst-und-gemuese.de findet ihr übrigens tolle Rezeptideen und tolle Möglichkeiten herauszufinden, welches Obst und Gemüse gerade saisonal ist.

Saisonskalender
Quelle: www.utopia.de

3.3 Körperpflegeartikel

In den Unverpackt Läden sind sie natürlich zu finden. Aber auch immer mehr in Bioläden und Reformhäusern. Plastikfreie Körperpflegeartikel.

Wer nachhaltig leben möchte, sollte diesen Bereich auf keinen Fall auslassen und auf unverpackte Körperpflege und Hygieneartikel umsteigen. 

Es gibt immer mehr Angebote an Körperseifen, Duschgel, Shampoo, Spülung, Conditioner und vielen weiteren Körper- und Haarpflegeprodukten in fester Form. Diese werden entweder in Papier oder selbst mitgebrachte Behältnisse verpackt.

Auch Cremes, Lotionen, Haaröle und Ähnliches kann man sich immer häufiger in selbst mitgebrachte Döschen abfüllen lassen und so viel Verpackung sparen.

Wir haben auch schon von Zahnpaste in Pulver- oder Tablettenform gehört, haben das allerdings noch nicht selbst ausprobiert. Falls ihr damit bereits Erfahrung habt, lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen!

Die Produkte erscheinen einem im ersten Moment oft etwas teuer, dafür halten sie allerdings auch deutlich länger als die flüssigen, wodurch sich der Preisunterschied auch wieder ausgleicht.

Ein weiterer Vorteil ist das Reisen. Ihr könnt eure Pflegeartikel einfach in kleinen handlichen Stückchen mitnehmen ohne euch über Mengen die ihr mitnehmen dürft oder auslaufende Flüssigkeiten Gedanken zu machen.

Ihr seht, ein nachhaltiges Leben geht auch bei der Körperpflege.

4. Fahrt Zug oder wenigstens in Fahrgemeinschaften

Zug fahren ist deutlich nachhaltiger als Auto zu fahren und meistens auch noch komfortabler. 

Ihr könnt immer wieder mal aufstehen und ein paar Schritte gehen, ohne dafür anhalten zu müssen. Ihr könnt während der Fahrt schlafen, ohne Angst haben zu müssen die Kontrolle zu verlieren. Oft seid ihr schneller als mit dem Auto und ihr seid zudem unabhängig vom Verkehr.

Das Wichtigste ist aber, dass ihr jede Menge CO2 einspart, wenn ihr mit dem Zug fahrt oder schlimmer noch, eine Kurzstrecke fliegt. Wie viel kg CO2 eine ICE-Fahrt, eine Autofahrt oder ein Flug innerhalb Deutschland (einfache Strecke*) tatsächlich ausstößt, zeigt diese Tabelle:

Strecke ICE** Auto Flug***
Berlin - Köln
16,2
67,1
136,9
Berlin - München
17,7
65,8
113,5
Düsseldorf - Hamburg
16,4
47,6
126,3
Düsseldorf - München
19,6
68,1
117,3
Frankfurt - München
11,5
42,6
114,3
Frankfurt - Stuttgart
4,9
21,3
85
Hamburg - München
25,7
79,9
128,1
Hamburg - Stuttgart
20,7
69,7
117,6
Köln - München
17
63,8
107,5
Köln - Stuttgart
11,5
40,4
189,6
Leipzig - München
12,6
50,8
128,3
Leipzig - Stuttgart
14,6
51,3
136,4

* Die Werte beziehen sich auf die durchschnittliche Auslastung im Zug, 1,5 Personen im PKW (europäische durchschnittliche Auslastung) und den Mittelwert typischer Flugzeugtypen für Flüge innerhalb Europas mit durchschnittlicher Auslastung.

** Bezogen auf den Deutschen Strommix.

*** Inklusive Flughafenzubringer durch Bahn bzw. PKW.

Quelle: http://www.ecopassenger.org

Ihr seht, wenn ihr eure Autos vollmacht, kommt ihr fast so gut hin wie mit der Bahn, fliegen ist auf solchen Strecken allerdings ein absolutes No Go.

5. Smartphone

Auf das Smartphone will heute keiner mehr verzichten, klar, wir auch nicht. Aber auch in diesem Bereich gibt es mittlerweile alternativen.

Das Fairphone ist so aufgebaut, dass einzelne Module wie Akku, Kamera, Display und so weiter einfach ausgetauscht werden können. So kann das Handy zum einen immer wieder nachgerüstet werden und muss nicht komplett ausgetauscht werden, wenn etwas Neues auf den Markt kommt. Zum anderen kann es so aber auch leicht von einem selbst repariert werden, falls es doch mal runter fällt.

Dazu kommt, dass das Fairphone vergleichsweise nachhaltig produziert wird. Einerseits wird darauf geachtet, möglichst viel zu recyceln und wo das nicht geht, möglichst die Rohstoffe nachhaltig abzubauen.

Weiter wird aber auch darauf geachtet, dass überall faire Löhne bezahlt werden, die Menschen nicht ausgebeutet werden und vor allem keine Kinderarbeit unterstützt wird.

Mich persönlich hat das Fairphone sehr überzeugt. Derzeit habe ich zwar noch keins, aber sobald ich mein aktuelles Smartphone austauschen muss, werde ich mir mit großer Wahrscheinlichkeit ein Fairphone besorgen. Allerdings hoffe ich aus Sicht des nachhaltigen Lebensstils, dass ich mein aktuelles Gerät noch viele Jahre nutzen kann.

6. Mobilfunkanbieter

Auch beim Mobilfunkanbieter hört es nicht auf mit dem nachhaltigen Leben. 

Vor kurzem haben drei junge Visionäre ein Crowdfunding gestartet, um einen nachhaltigen und fairen Mobilfunktarif auf den Markt zu bringen.

Dabei setzen die drei von WEtell auf durchsichtige Preise, faire Löhne für ihre Mitarbeiter, keine Vertragsbindung der Kunden und grünen Strom bei der Netzbetreibung. 

Wir haben den Start des nachhaltigen Tarifs bereits unterstützt und sind schon darauf gespannt ihn dann auch endlich nutzen zu können.

7. Wechsle die Bank

Die Bank wechseln? Aber was hat das denn mit Nachhaltigkeit zu tun?

Wenn du uns fragst, eine ganze Menge sogar! Schauen wir uns doch mal an was passiert:

Du bekommst jeden Monat dein Gehalt auf die Bank, und dort wird das Geld auch erste mal bleiben – zumindest für eine Zeit lang. 

Die Bank lässt dein Geld aber natürlich nicht einfach liegen, sie will ja schließlich auch Geld verdienen. Und das tut sie bekanntlich indem sie Kredite vergibt, Investitionen tätigt und anderweitig mit deinem Geld arbeitet.

Und genau das ist der Punkt, du weißt nicht genau welche Projekte oder Tätigkeiten mit deinem Geld finanziert werden. Es gibt aber einige Banken die sich ein besonders nachhaltiges und faires Wirtschaften auf die Fahne geschrieben haben. Beispielsweise die GLS Bank tut genau dies, soziale, ethnisch korrekte und nachhaltige Projekte finanzieren.

8. Reparieren statt ersetzen

Dieser Punkt spricht eigentlich für sich, oder?

Es ist eigentlich immer nachhaltiger etwas zu reparieren, als es zu ersetzen. Das Gerät oder der Gegenstand muss so zum einen nicht entsorgt werden und zum anderen muss nichts Neues produziert werden. 

Außerdem ist es meist günstiger die bereits gekauften Dinge zu reparieren anstatt ständig etwas Neues zu kaufen.

Es macht natürlich nicht immer Sinn alles zu reparieren. Beispielsweise ein sehr alter Kühlschrank oder Ähnliches könnte sinnvoll sein zu ersetzen, wenn er kaputt geht. Gerade wenn die Reparatur fast so teuer ist wie ein neues Gerät. Hinzu kommt, dass neue Geräte meist einen sehr viel besseren Strom- oder Wasserverbrauch haben. 

Die Entsorgung des alten und die Herstellung eines neuen Geräts amortisiert sich meist nach einigen Jahren. Dadurch wird auch ein ersetztes Gerät in diesem Fall ein Beitrag zum nachhaltigen Lebensstil.

9. Senkt die Temperatur

Ein wirklich einfacher Punkt für ein nachhaltigeres Leben ist die Temperaturregelung in der eigenen Wohnung. Die Heizung muss nicht immer voll durch laufen.

Ihr sollt natürlich nicht frieren, aber muss man im Winter wirklich barfuß, in kurzer Hose und T-Shirt in der eigenen Wohnung herumlaufen? Oder reicht es eventuell die Wohnung auf ca. 18°C zu heizen und sich lange Sachen anzuziehen?

Wir heizen zum Beispiel nur im Bad und ab und zu ein bisschen im Wohnzimmer. Im Schlafzimmer heizen wir gar nicht und haben trotzdem meist ca. 16°C. Zumal es wie wir finden eh angenehmer zum Schlafen ist, wenn es nicht so Warm im Zimmer ist.

Und das Beste an der Sache ist, ihr spart auch noch bares Geld, wenn ihr nicht so viel Warmwasser für die Heizung verbraucht.

10. Zum Schluss

Wie schon zu Beginn erwähnt, nachhaltig leben ist nicht immer einfach. 

Ihr seht, nachhaltig zu leben bedeutet nicht immer zu verzichten, sondern viel mehr bewusst mit den Dingen im Alltag umzugehen. Steigert euer Bewusstsein für die Umwelt, eure Mitmenschen und euren Konsum mit gutem Beispiel voran. Es werden sich Nachahmer finden und wie bereits erwähnt, jeder Beitrag, egal wie klein, ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Vor allem aber ist es wichtig, dass ihr euch vernetzt, redet miteinander über Nachhaltigkeit. Was macht der andere, was könnte ich noch in meinen Alltag integrieren? Erzählt von eurem nachhaltigen Leben und zeigt anderen wie es geht. Alleine werden wir keine Veränderung bewirken, aber je mehr wir werden umso größer wird der Einfluss.

Uns ist durchaus bewusst, dass nicht alle diese Möglichkeiten auch für jeden umsetzbar sind.

Trotzdem hoffen wir, dass wir euch zum Nachdenken anregen konnten und ihr vielleicht doch das ein oder andere findet, was ihr umsetzen könnt.

Ihr habt noch weitere Ideen für ein nachhaltiges Leben oder möchtet uns sonst gerne was zu diesem Thema mitteilen? Lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen. Wir werden es uns gerne anschauen und gegebenenfalls in den Artikel mit aufnehmen.

Wie hat dir der Artikel gefallen? Verrate es uns in den Kommentaren!

6 Gedanken zu “Nachhaltig leben – 10 einfache Dinge, die jeder in seinen Alltag integrieren kann”

  1. Richtig schöne Zusammenfassung, da ist aus jedem Lebensbereich etwas dabei! 🙂 Ich hätte noch eine Anregung, was die Körperpflegeprodukte angeht. Man kann z.B. Deo oder Cremes auch super aus wenigen Zutaten selber machen. Da hat man den Vorteil, dass man genau weiß, was drin ist und auch wiederverwendbare Verpackungen selbst wählen kann.
    Bei Smarticular gibt es tolle Rezepte für alles Mögliche, das könnte euch auch interessieren. 🙂
    LG Silvia

    • Liebe Silvia,
      toll, dass du dich auch für einen nachhaltigeren Lebensstil interessierst!
      Vielen Dank für deine Anregung, wir werden uns bald mal bei Smarticular umsehen und bestimmt das ein oder andere Rezept ausprobieren 🙂
      LG Lisa und Simon

  2. Ein weiterer Punkt ist einfach umsetzbar: Senkt die Raumtemperatur. Warum muss ein Mensch im tiefen Winter in kurzer Hose bei 24° durch seine Wohnung rennen? Mit angepasster Kleidung reicht eine Zimmertemperatur von 18° C völlig aus, auch ohne dickem Pulli. Übrigens. Das Temperaturempfinden lässt sich überlisten. So sind schlaue Leute schon vor 40 Jahren darauf gekommen, in einer Fabrikhalle, wo sich die Mitarbeiter immer über zu geringe Temperatur beklagt hatten, die früher blauen Maschinen grün anzustreichen. Die Temperatur wurde nicht verändert, Beschwerden über Kälte gab es seit dem nicht mehr oder wenigstens viel seltener.

  3. Super, das ist ein guter Anfang!
    ich kann bestätigen, dass es richtig Spaß machen kann, mehr und mehr darauf zu achten, nicht so viel Müll einzukaufen, weniger Auto zu fahren, wenig Strom zu verbrauchen….

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